2015….

… ist bald vorbei und ich war mehr als nachlässig….. Also bald mehr!!

Wir sind immer noch in Southbroom, erfreuen uns des seeeehr schwachen Wechselkurses (der Rand kostet aktuell etwa die Hälfte vom Preis, als wir herkamen!) , des milden und extrem trockenen Wetters (dieses Jahr hat es bisher kaum geregnet, die Regenzeit war schon schwach und seither ist es auch nicht besser geworden) und unserem neuen Familienmitglied, einer mittlerweilen auch nicht mehr so kleinen Schäferhündin, die Dritte im Rudel… Hier und BALD mehr vom Besuch, Ausflügen zu den wilden Tieren, der Reise ans Kap, unserem Zuwachs etc…..

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Manchmal sind sie auch für eine Überraschung gut!

Am 5.12. habe ich den Antrag für die Verlängerung bei der Kuonitochter vfs (die sich damit wohl wirklich eine goldene Nase verdient- 1350 R für eine halbe Stunde Arbeit – und sich deshalb in Zukunft aus Visabusiness konzentrieren will, das scheint lukrativer als Reiseveranstaltung. Sie werben denn auch damit: VFS Global: 45 Client Governments. 118 Countries of Operation. 1465 Application Centres. Over 92 million applications processed. Figures as at 30 November, 2014.) eingereicht, am 9.12. hat diese den Antrag bei Home Affairs abgegeben, die wiederum waren vom 17.12. bis zum 9.1. in den Weihnachtsferien und haben den Antrag tatsächlich am ersten Tag im neuen Jahr bearbeitet! Wo alle jammern, dass sie Monate warten mussten, die lokalen Immigration Consultants von einem monatelangen backlog sprechen. Nun, heute morgen um 8:33 erhielt ich eine Mail, die sagt, “Your Outcome for application reference number:- TRR1186072  has been received at Visa & Permit Facilitation Centre on:  16/01/2015 08:32 and is ready for collection.”

Wäre ja nett gewesen, sie hätten mir auch gesagt, was das outcome ist. So blieb mir nur, sofort in den Wagen zu sitzen und nach Durban zu fahren. Um 12:21 hatte ich bereits eine Bestätigung in der inbox, dass ich das Visum abgeholt habe: ich darf 3 weitere Jahre in Südafrika bleiben. 🙂

Das Schwarze meist englische Zusatz-Namen kriegen, an die man sich auch erinnern kann und wo man sich nicht die Zunge bricht, ist ja, zumindest aus meiner Sicht, löblich. So sehen wir also Freedom, Patience, Happiness, Gladness und Precious, Princess und Century.

Auch die afrikaans sprechenden Boeren sind eher kreativ, Mechelle, Bridgitte, Liezl oder auch Tres-Jolie (da heisst eine Blondine etwa Tres-Jolie Fick – nein, das ist kein Scherz!).

Killmequick übertrifft aber eigentlich schon alles, nicht?

http://www.thesouthafrican.com/best-south-african-names-courtesy-of-home-affairs/

Endet wohl für viele Kinder in einem Drama:

Von 500 (!) Kindern, die am Strand irgendwie verloren gingen, konnte die Polizei mehr als 400 wieder mit ihren Familien zusammenführen. 70 “UNCLAIMED children” mussten die Nacht auf der Polizeiwache verbringen:

http://www.ibtimes.com/children-missing-cape-town-beaches-new-years-day-reunited-families-70-still-unclaimed-1772012

Da frage ich mich, wieviele wohl in Durban verloren gingen, im Artikel geht es um Kapstadt, da gehen nur ca. 30’000 an den Strand und nicht 300’000…

und noch ein paar Bilder, weil es so faszinierend ist:

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“MONSTERWELLE”

Pünktlich zum 10jährigen Gedenktag des verheerenden Tsunamis wird vorallem in der deutschsprachigen Welt die Nachricht über die “Monsterwelle”, die den Strand von Durban heimsuchte, verbreitet.

Menschen, die in Durban leben, haben davon nichts mitbekommen. Und wir erst recht nicht. Auch war die Welle in den lokalen Medien kaum eine Nachricht wert. Aber Sensationsjournalismus, insbesondere mit diesem perfekten timing, erhöht ganz sicher die Auflagen bzw. Einschaltquoten.

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Die Schwarzen gehen am 26.12. massenweise an den Strand. Zu HUNDERTtausenden stehen die Menschen alle dicht gedrängt in der Brandung und werden da “geläutert”. Dasselbe wird am 1. Januar gemacht, damit man “frisch gereinigt” ins neue Jahr starten kann. Dabei handelt es sich um keine Strandurlauber, die das schöne Wetter geniessen, sondern eine wetterunabhängige Tradition.

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Praktisch keiner der Schwarzen kann schwimmen. Trifft also eine Welle, die etwas höher ist als die Durchschnittswellen, auf den Strand, endet das unweigerlich in “Tausende genießen die Sonnenstrahlen an Durbans wunderbarem Strand. Dann der Schock: Eine Monsterwelle reißt 150 Menschen ins Meer. Die Seerettung macht sich sofort auf die Suche. Nicht alle Strandbesucher konnten gerettet werden. ” (Zitat FOCUS.de)

Focus.de hat zur noch besseren Illustrierung auch gleich ein Video gepostet, dass die Monsterwelle zeigt – allerdings wurde das Video schon vor 12 Monaten auf youtube geladen und wurde sicher nicht in Südafrika aufgenommen. Soviel zum Thema Sensationsjournalismus und dessen Wahrheitsgehalt.

Es wird dann auch nicht wahrer, wenn Dutzende von Revolverblätter denselben Text und dasselbe Bild übernehmen….

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Die Welle war wohl etwa 2m hoch, EINER ist ertrunken! Das ist zwar tragisch, passiert allerdings irgendwo in Südafrika mindestens einmal pro Woche…. Wenn man sich die Bilder ansieht, kann man sich gut vorstellen, was passiert wäre, wenn wirklich eine Monsterwelle gekommen wäre.

PS ALLE Bilder habe ich im Internet gefunden, ich war nicht selber da und bei uns sieht der Strand selbst an diesen beiden Tagen nicht so aus.

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